Nr. 53 | Strategie für Ihr Risikomanagement (Teil 1/3)

Foto (c) Michael Zawada | pixelio.de
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Sie haben ein Qualitätsmanagement-System und sollen nun ein Risikomanagement integrieren. Schließlich steht bald die Rezertifizierung nach ISO 9001:2015 an. Das Problem ist nur, dass Ihnen Internetseiten zu Risikomanagement keine Hilfe sind, selbst wenn sie verständlich geschrieben sind.
Wo sollen Sie also anfangen? Ohne Strategie können Sie kein vernünftiges Risikomanagement aufbauen und praktizieren. Dazu müssen Grundlagen geschaffen werden, die zunächst begrifflicher Art sind. Bevor Sie sich ins Controlling stürzen, brauchen Sie außerdem Risikoinventar und Risikomatrix. Damit können Sie hoffentlich den letzten geplanten Schritt vermeiden: das Krisenmanagement.

 

Begriffe: Fehler, Risiken und Chancen

Wenn Vertreter verschiedener Disziplinen sich unterhalten, bringen unterschiedliche Sichtweisen zu einem Begriff die Gespräche ins Stocken. So ist es häufig im Bereich Qualitätsmanagement (QM) und Risikomanagement (RM). Dominiert in Ihrem Unternehmen die Sprache des QM, so besteht eine differenzierte Wahrnehmung der Begriffe Fehler und Risiko. Ist die Sprache eher vom RM geleitet, findet diese Unterscheidung gar nicht statt. Es gilt also, einen gemeinsamen Nenner zu finden, der zu Ihnen passt.

Im QM wird als Fehler alles das bezeichnet, was nicht vorgegebenen Toleranzen entspricht. Die Definition lehnt sich dabei sehr stark an Produkte und Dienstleistungen an:

 

Die Schraube soll 5 Zentimeter lang sein, eine Abweichung von ± 0,1 Zentimeter wird akzeptiert. Konkret heißt das, die Schraube darf zwischen 4,9 Zentimeter und 5,1 Zentimeter lang sein. Werden 4,8 Zentimeter oder 5,2 Zentimeter gemessen, ist sie fehlerhaft.

In der Fast-Food-Kette wird die Geschwindigkeit gemessen. Der Kunde muss seine Bestellung nach sagen wir 2 Minuten erhalten. Die Toleranz beträgt + 10 Sekunden. Erhält der Kunde seine Bestellung im Zeitfenster bis 2 Minuten und 10 Sekunden, ist alles in Ordnung (fehlerfrei). Wird sie später überreicht, liegt ein Fehler vor.

 

In einem Qualitätsmanagement-System (QMS), wo es im Wesentlichen um Produkte und Dienstleistungen geht, ist diese Definition hilfreich. Seit der Revision 2015 taucht in der ISO 9000 erstmalig der Begriff Risiko auf und stellt mit Anforderungen zu Risiken und Chancen einen roten …

 

Foto © Michael Zawada | pixelio.de

 


 

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