QMB Infobrief Nr. 3 | Mai 2013

Foto (c) Gerd Altmann | pixelio.de
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Guten Tag,

ich hoffe, Sie können den heutigen Tag als Brückentag genießen. Falls Sie nun am Arbeitsplatz sitzen, finden Sie vielleicht Zeit den QMB Infobrief als kleine Lektüre zwischendurch zu lesen – das Arbeiten an Brückentagen ist oftmals entspannter.

Es gibt Neuigkeiten. Die ISO 9001 wird überarbeitet und es gibt zumindest schon die neue Kapitelstruktur. Der PDCA-Kreis wird in dieser Ausgabe weiter fortgeführt und ein Kommunikationsthema ist auch dabei.

Inzwischen hat der QMB Infobrief mit der heutigen 3. Ausgabe bereits mehr als 70 Abonnenten. Für Ihr Interesse bedanke ich mich sehr. Ich freue mich schon auf die Vorbereitung der 4. Ausgabe für Sie.

Beste Grüße

Ihre Elke Meurer

 

Überarbeitung der ISO 9001

Die Mutter aller QM-Normen wird derzeit überarbeitet. Der Zeitplan des TC 176 (SC2) – das zuständige Technische Komitee mit seiner Arbeitsgruppe – sieht vor, die Entwurfsfassung noch 2014 zur Abstimmung zu veröffentlichen. Wenn die Abstimmung „glatt“ läuft, ist mit einer Veröffentlichung im Jahr 2015 zu rechnen.

Viel interessanter als die Zeitplanung ist vielleicht die inhaltliche Änderung. Bekannt ist, dass die neue ISO 9001 dann 10 Kapitel haben soll:

  1. Scope (Anwendungsbereich)
  2. Normative references (Normative Verweise)
  3. Terms and definitions (Begriffe)
  4. Context of the organisation (Umfeld der Organisation: Anforderungen an Organisationen, Anforderungen der Interessierten Parteien und Anwendungsbereich des QMS)
  5. Leadership (Führung)
  6. Planning (Planung; Maßnahmen bezgl. Risiken)
  7. Support (Ressourcen; Personal, Bewusstsein, Kommunikation und Dokumentation)
  8. Operation (Planung und Controlling)
  9. Performance evaluation (Überwachung, Messung, Analyse, interne Audits, Managementbewertung)
  10. Improvement (Non-Konformität, Verbesserungsmaßnahmen und ständige Verbesserung)

Auf dem ersten Blick erscheinen viele vertraute Begriffe in einer neuen Kapitelanordnung. Nach wie vor soll die ISO 9001 für alle Branchen gelten. Es ist abzuwarten, ob Risiken (bisher im Terminus „Fehler vermeiden“ verborgen) stärker betont werden. Kapitel 6 lässt es vermuten. Die Verbesserung, ein wichtiges Herzstück des Qualitätsmanagements, wird mit einem eigenständigen Kapitel bedacht (Nr. 10).

Detaillierte Änderungen oder Ergänzungen der Anforderungen sind derzeit noch nicht bekannt.

Sie können gerne meine englischsprachige Quelle der SGS vom 6. März 2013 aufrufen.

 

PDCA_CMit Prüfung zur Qualität beitragen

Heute ist die Check-Phase des Deming-Kreises im QMB Infobrief dran.

Check bedeutet prüfen. Jedoch sollten Sie das nicht willkürlich tun. Die Zeitpunkte, Prüfkriterien und Methoden sollten Sie bereits in der Plan-Phase bedenken.

Sie verschwenden Zeit und Geld, wenn Sie an ungeeigneten Stellen des Arbeitsablaufes prüfen. Ungeeignet bedeutet, dass Sie nicht wirklich ein aussagekräftiges Ergebnis bekommen. Überprüfen Sie daher gelegentlich, ob ihre Ablaufprüfungen tatsächlich Aussagen zum gewünschten Gesamtergebnis oder bestimmten Aspekten wie Sicherheit bringen.

Qualität lässt sich nicht erprüfen. Das heißt, nur weil Sie prüfen, wird die Qualität nicht hergestellt. Qualität lässt sich nur (geplant) erzeugen. Jedoch können Sie ohne Prüfung nicht feststellen, ob die geplante Qualität erreicht wurde.

Wer hat angefangen?

Kommunikation ist ein Kreislauf, man spricht von „Rede und Gegenrede“. Die Aussage von Person A veranlasst B zu einer Aussage, was wiederum A zu einer Antwort bringt.

Es wird gerne vergessen, dass nicht nur verbale Äußerungen diesen Kommunikationskreislauf anstoßen. Gesten, Mimik und Verhalten führen ebenso zu einer Reaktion – oder haben Sie schon einmal erlebt, dass ein Autofahrer durch die Straßen fährt und „einfach so Vögelchen zeigt“?

Interessanterweise nehmen Kinder nicht-verbale Äußerungen als Anstoß für ihre Antwort oder ihr eigenes Handeln wahr („Der/die hat angefangen“ dürfte den meisten Eltern geläufig sein). Viele Erwachsene versuchen zumindest nach außen ihre eigenen Anstöße auf verbale Äußerungen zu reduzieren, obwohl sie sich ihrer Seufzer, Aufstöhner, Stirnrunzler, Schief-Gucker usw. bewusst sind („ich habe doch nichts gesagt…“).

Vielleicht denken Sie daran, wenn Sie beim nächsten Meeting Ihrem vortragenden Kollegen eine Grimasse zuwerfen. Er kann nicht sehen, was Sie gerade mit einer SMS erfahren haben.

 

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QMB-Schild_Tipp

Schnell-Tipp: Aufgaben des Moderators

Meetings und Arbeitsgruppen sollten immer moderiert werden.

  • Moderatoren sind „neutrale“ Ansprechpartner, d.h. nicht thematisch involviert.
  • Moderatoren kennen Kreativitätstechniken, mit der sie der Gruppe aus einer stockenden Phase heraushelfen können.
  • Moderatoren haben die Gruppendynamik im Auge.

Wichtig für Sie, wenn Sie moderieren: Als Person stehen Sie nur dann im Vordergrund, wenn es darum geht, Konflikte zu vermeiden oder Redezeiten einzuhalten. Sie sind eine Art organisatorischer Schiedsrichter. Thematisch bereiten Sie sich weniger inhaltlich vor, sondern wählen Kreativitätstechniken aus und planen deren möglichen Einsatz.

 

Ausgabe Juni

  • Planen Sie Informationsflüsse (mit Datei-Download)
  • Act – nur wer handelt, verbessert

Der QMB Infobrief erscheint am 10. jedes Monats.

 

Kleingedrucktes

QMB Infobrief Nr. 3 erschienen am 10. Mai 2013

(c) Elke Meurer, Mai 2013

Verantwortlich für den Inhalt ist Elke Meurer. Sie dürfen den QMB Infobrief jederzeit weiterleiten oder daraus zitieren (der Link des QMB Infobriefes entspricht der Quellenangabe).

Wenn im QMB Infobrief Links auf externe Seiten eingesetzt sind, so sind diese sorgfältig ausgewählt. Für die Aktualität dieser Links kann ich jedoch nicht garantieren.

 

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